Auch im Jahr 2025 war bei unserer Feuerwehr wieder einiges los. Neben Einsätzen und Ausbildungen standen wichtige technische Neuerungen sowie große Übungen und Veranstaltungen auf dem Programm. Im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten standen wie immer die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger – und die bestmögliche Vorbereitung auf den Ernstfall.
Umstellung auf moderne Atemschutztechnik
Ein großer Meilenstein war die Umstellung der Atemschutzgeräte von Normaldruck- auf Überdrucktechnik. Diese moderne Technik bietet unseren Atemschutzgeräteträgerinnen und -trägern deutlich mehr Sicherheit, da das Eindringen von Rauch und Schadstoffen in die Maske noch besser verhindert wird. Gleichzeitig entspricht die neue Technik dem aktuellen Stand der Feuerwehr-Ausrüstung – ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit unserer Wehr.
„Alamos“ – moderne Alarmierung und Einsatzunterstützung
Zusätzlich zu unseren „Piepsern“ wurde 2025 das System Alamos eingeführt. Es ermöglicht den Einsatzkräften eine direkte Rückmeldung, ob sie am Einsatz teilnehmen können oder nicht. So lässt sich schon auf dem Weg zum Feuerwehrhaus besser planen, wie viele Kräfte zur Verfügung stehen.
Im Feuerwehrhaus wurde außerdem ein Bildschirm installiert, der im Einsatzfall alle wichtigen Informationen übersichtlich darstellt – etwa Einsatzdaten, Wetterlagen oder bestehende Straßensperrungen. Darüber hinaus unterstützt Alamos die Einsatzführung und erleichtert somit die Organisation insbesondere bei größeren Lagen.
Großübung bei der Brauerei Schmetzer
Ein Höhepunkt des Übungsjahres war eine großangelegte Einsatzübung im September auf dem Gelände der Brauerei Schmetzer. Übungsannahme waren zehn verletzte Personen, die gerettet und versorgt werden mussten. Unterstützt wurden wir von den Nachbarwehren aus Gailroth und Rot am See, dem ASB-Rettungsdienst sowie einem Notarzt.
Im Rahmen dieser Übung nahmen wir außerdem an der Baumpflanzchallenge teil: Ein Ginkgo-Baum wurde „gerettet“ und anschließend neu eingepflanzt – eine schöne Verbindung von Übung und Umweltschutz.
Leistungsabzeichen in Gold
Gemeinsam mit der Feuerwehr Kirchberg legten mehrere unserer Kameradinnen und Kameraden das Leistungsabzeichen in Gold ab. Zahlreiche Übungsstunden, viel Engagement und Teamarbeit stecken in dieser Auszeichnung. Sie ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass unsere Aktiven ihr Handwerk nahezu blind beherrschen – und im Ernstfall schnell und sicher helfen können.
Präsentation beim „Erlebnis Feuerwehr“ in Ilshofen
Beim großen Event „Erlebnis Feuerwehr“ in der Arena in Ilshofen waren wir ebenfalls beteiligt. Dort unterstützten wir tatkräftig und präsentierten im Rahmen der Fahrzeugausstellung das neue Michelbacher TSF-W. An unserem Informationsstand informierten wir außerdem über das Thema Notfall-Türöffnungen und -Zugänge – ein Einsatzbereich, der in der Bevölkerung oft wenig bekannt ist, aber immer wichtiger wird.
Neue Technik für die technische Hilfeleistung
Da moderne Fahrzeuge immer stabiler und damit sicherer gebaut werden, wachsen auch die Herausforderungen für die Feuerwehr bei Verkehrsunfällen. Unsere bisherigen Rettungsgeräte stoßen dabei schneller an Leistungsgrenzen. Deshalb wurde 2025 eine neue, leistungsfähigere Rettungsschere angeschafft, mit der wir auch moderne Fahrzeugkarosserien effektiv öffnen können.
Um hier stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben, sind wir in ein Netzwerk eingebunden, das regelmäßige Fortbildungen ermöglicht. So nahmen wir unter anderem an einer Ausbildung bei John Deere in Mannheim teil und trainierten die Rettung aus einer Traktorkabine – inklusive fachgerechtem Zerlegen derselben.
Realistisches Training in der Brandsimulationsanlage
Auch die Brandbekämpfung kam 2025 nicht zu kurz. Mehrere Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger trainierten in der mobilen, flüssiggasbetriebenen Brandsimulationsanlage der NetzeBW. Der Kontakt mit „richtigem“ Feuer ist dabei nicht nur für neue Einsatzkräfte eine wertvolle Erfahrung – auch die „alten Hasen“ profitieren von diesem realitätsnahen Training.
Einsätze im Jahr 2025
Einsatztechnisch war 2025 insgesamt ein ruhiges Jahr: Wir wurden zu 15 Einsätzen alarmiert.
Auf Gemeindegebiet waren wir – neben kleineren technischen Hilfeleistungen und Brandeinsätzen – unter anderem gefordert bei:
einem Garagenbrand in Hengstfeld einem Verkehrsunfall in Wallhausen einem Flächenbrand in MichelbachIm Rahmen der Überlandhilfe durch die Führungsgruppe Nord waren wir außerdem in mehrere Großbrände eingebunden, unter anderem in Heroldhausen, Sigisweiler und Brettheim.
Warum wir das alles machen
Warum nehmen wir Übungen, Lehrgänge, Einsätze und Bereitschaft auf uns?
Ganz einfach:
Weil wir für euch – unsere Mitbürgerinnen, Mitbürger und Familien – da sein wollen.
Weil Helfen für uns Ehrensache ist.
Wenn auch Du Lust hast, Teil dieser Gemeinschaft zu werden, egal ob Frau oder Mann, jung oder erfahren:
Melde Dich gerne per E-Mail (j.scheu@ffw-wallhausen.de), Instagram (ffw.wallhausen) oder Facebook (ffwwallhausen).
Wir freuen uns über jede neue Kameradin und jeden neuen Kameraden!