Gemeinde Wallhausen setzt sich für bessere Abstimmungen und möglichst geringe Einschränkungen ein
Baustellen, Straßensperrungen und Umleitungen verlangen den Menschen in Wallhausen und seinen Ortsteilen derzeit einiges ab. Wer zur Arbeit fährt, die Kinder zur Schule bringt oder einfach nur einkaufen möchte, muss teilweise erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Auch unsere örtlichen Geschäfte und Gewerbebetriebe sind von den Einschränkungen betroffen.
Dass dies für Ärger und Unmut sorgt, können wir gut verstehen. Auch die Gemeindeverwaltung ist mit der aktuellen Situation und insbesondere mit der Abstimmung und Information nicht immer zufrieden.
Fest steht aber auch: Viele dieser Bauarbeiten sind notwendig. Unsere Straßen und Versorgungsleitungen sind teilweise deutlich in die Jahre gekommen. Damit die Wasserversorgung und unsere Infrastruktur auch in Zukunft zuverlässig funktionieren, müssen wir heute investieren.
Ein aktuelles Beispiel ist die Erneuerung der Wasserleitungen in Hengstfeld. Die Leitungen haben ihre technische Nutzungsdauer erreicht und werden deshalb von der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe (HWG) erneuert. Die HWG ist gemeinsam mit dem beauftragten Bauunternehmen und Ingenieurbüro für die Durchführung der Arbeiten verantwortlich. Die notwendigen Straßensperrungen werden vom Landratsamt als zuständiger Straßenverkehrsbehörde angeordnet.
Wir setzen uns für Verbesserungen ein
Auch wenn die Gemeinde bei diesen Arbeiten nicht selbst Bauherr ist und die Straßensperrungen nicht anordnet, sind wir für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gewerbetreibenden häufig der erste Ansprechpartner.
„Ich kann gut verstehen, wenn sich die Menschen über lange Umwege oder kurzfristige Straßensperrungen ärgern. Gerade wenn mehrere Baustellen gleichzeitig stattfinden, wird es schwierig. Deshalb sprechen wir mit den Verantwortlichen und versuchen, Lösungen zu finden, die den Alltag für alle etwas leichter machen“, erklärt Bürgermeister Andreas Frickinger.
In Gesprächen mit dem Landratsamt konnten bereits erste Verbesserungen erreicht beziehungsweise zugesagt werden. So hat das Landratsamt der Gemeindeverwaltung zugesagt, dass die Sperrung der Triftshäuser Straße zeitweise aufgehoben werden kann, sofern der Bauablauf dies zulässt. Auch die Sperrstelle im Bereich des EDEKA soll bis zur Einmündung bei der Feuerwehrwache Wallhausen verlegt werden.
Damit soll insbesondere die Erreichbarkeit unserer örtlichen Geschäfte verbessert werden und unnötige Umwege vermieden werden.
Natürlich lässt sich nicht jede Sperrung verhindern. Manche Arbeiten erfordern aus Sicherheitsgründen oder aufgrund des Bauablaufs eine vollständige Straßensperrung. Entscheidend ist aber, dass die Einschränkungen auf das notwendige Maß begrenzt werden.
Auch bei unseren eigenen Baustellen versuchen wir, Rücksicht zu nehmen
Bei den Baumaßnahmen der Gemeinde achten wir ebenfalls darauf, die Belastungen für Anwohner, Verkehrsteilnehmer und Gewerbebetriebe möglichst gering zu halten. Dabei haben wir auch den Schülerverkehr und die Auswirkungen auf unsere Nachbargemeinden im Blick. So konnte beispielsweise in Abstimmung mit dem Bauunternehmen, dem Ingenieurbüro und dem Landratsamt erreicht werden, dass während der Muswiese eine bestehende Teilsperrung vorübergehend aufgehoben wurde.
Auch eine zunächst vorgesehene Einschränkung bei der Anfahrt der Grundschule durch den Schulbus konnte durch Gespräche mit dem Busunternehmen und dem Landratsamt vermieden werden.
Die Asphaltierungsarbeiten an der B 290 wurden zudem bewusst in die Herbstferien gelegt, um den Schüler- und Busverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Diese Beispiele zeigen, dass durch frühzeitige Gespräche und gemeinsame Lösungen durchaus Verbesserungen möglich sind.
Bei der Abstimmung gibt es noch Luft nach oben
Die vergangenen Wochen haben allerdings auch gezeigt, dass die Abstimmung zwischen Bauunternehmen, Versorgungsträgern, Behörden und Busunternehmen nicht immer so funktioniert, wie sie sollte. Informationen erreichen uns teilweise zu spät, Änderungen ergeben sich kurzfristig und nicht immer sind alle Beteiligten ausreichend eingebunden.
„Hier müssen wir besser werden. Wenn Bürgerinnen und Bürger plötzlich vor einer gesperrten Straße stehen oder der Schulbus nicht wie gewohnt fährt, ist das ärgerlich. Auch wenn wir nicht für jede Baustelle verantwortlich sind, landen die Fragen und Beschwerden verständlicherweise bei uns im Rathaus. Deshalb nehmen wir diese Hinweise ernst und setzen uns für Verbesserungen ein“, so Bürgermeister Frickinger.
Die Gemeindeverwaltung wird sich deshalb künftig noch früher und intensiver in die Abstimmungen zu anstehenden Baustellen und Straßensperrungen einbringen.
Dafür ist allerdings auch notwendig, dass alle zuständigen Behörden und Maßnahmenträger die Gemeinde rechtzeitig informieren und beteiligen. Nur so können die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger, der örtlichen Betriebe und des Schülerverkehrs von Anfang an berücksichtigt werden.
Vielen Dank für Ihre Geduld!
Bei allem verständlichen Ärger darf eines nicht vergessen werden: Die aktuellen Bauarbeiten sind wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde. Was heute für Einschränkungen sorgt, soll dafür sorgen, dass unsere Straßen und Versorgungsleitungen auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig funktionieren. „Mir ist wichtig, dass wir die Belastungen für unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere Gewerbetreibenden so gering wie möglich halten. Nicht jede Sperrung lässt sich vermeiden und nicht alles läuft immer reibungslos. Aber wir bleiben dran, sprechen mit den Verantwortlichen und setzen uns für Verbesserungen ein. Denn auch während einer Baustelle muss der Alltag für die Menschen möglichst gut weitergehen“, betont Bürgermeister Frickinger.
Die Gemeinde Wallhausen bedankt sich bei allen Anwohnern, Verkehrsteilnehmern und Gewerbetreibenden für ihre Geduld und ihr Verständnis.